Vom Küchenstillleben zur Blumenterrasse im Wannseegarten – Max Liebermann in der Sammlung des Kunstmuseum Gelsenkirchen

Ausschnitt des Selbstporträts von Max Liebermann. Es zeigt links einen Mann, der eine weiße Küchenkappe trägt und einen Schnauzbart hat. Rechts ist ein großes Blattgemüse.

Im vierten Teil unserer Gastblogging-Reihe „Wir feiern Liebermann!“ stellt Roger Rohrbach, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kunstmuseum Gelsenkirchen, fünf Werke Max Liebermanns aus der Museumssammlung vor. Diese wurde seit 1950 stetig erweitert und umfasst heute unter anderem zwei sehr kontrastierende Selbstbildnisse Liebermanns, ein repräsentatives Porträt des Bankiers Julius Stern und zwei farbenreiche Wannseebilder. Damit spannen sie einen Bogen seiner künstlerischen Entwicklung und sind neben Werken von Max Slevogt sowie Lovis Corinth ein wichtiger Bestandteil der impressionistischen Sammlung des Kunstmuseums Gelsenkirchen.

Ein Blick in die Sammlungsgeschichte [...]  Mehr

Wir feiern Liebermann! Vom späten Ruhm eines Gemäldes

Ausstellungsansicht „10 Jahre MKdW – Meisterwerke“, Museum Kunst der Westküste. Zwei Mädchen stehen links und rechts neben dem Gemälde der Tennisspielerinnen von Max Liebermann.

Im dritten Teil unserer Gastblogging-Reihe „Wir feiern Liebermann!“ widmet sich Klara Scheuren, ehemalige wissenschaftliche Volontärin am Museum Kunst der Westküste auf Föhr, Liebermanns Werk „Tennisspieler am Meer – 1. Fassung“ (1901) aus der Sammlung des MKdW. Das Gemälde ist eines der gefragtesten Leihgaben und war Teil zahlreicher Ausstellungen.

2017 war es das Titelbild der Schau „Max Liebermann – Vom Freizeitvergnügen zum modernen Sport“ in der Kunsthalle Bremen in Kooperation mit der Liebermann-Villa. Der öffentliche Raum war „gepflastert“ mit dem Motiv und die Ausstellung ein großer Erfolg. [...]  Mehr

Von der Dauerleihgabe zur Schenkung – Ein Selbstbildnis von Max Liebermann

Im zweiten Teil unserer Gastblogging-Reihe „Wir Feiern Liebermann!“ stellt Ihnen Anna Fischer, seit 2003 Mitarbeiterin am Centrum Judaicum, eine ganz besondere Dauerleihgabe vor, die 2020 zur Schenkung wurde: Max Liebermanns „Selbstporträt“ von 1928. Mit einer bewegenden Geschichte wirft das späte Gemälde des bahnbrechenden Künstlers noch heute zahlreiche Fragen auf.

Am 7. Mai 1995 öffnete die Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum ihre Türen und damit auch ihre erste Dauerausstellung „Tuet auf die Pforten“. An dieser Ausstellung in den wiederhergestellten und restaurierten Räumen unter der goldenen Kuppel der Neuen Synagoge, die unter der Leitung von Jochen Boberg, Museumspädagogischer Dienst, und Hermann Simon, dem Gründungsdirektor des Centrum Judaicum entstand, waren viele beteiligt. Auf mehr als 500qm wurden Fundstücke und Objekte ausgestellt, die Berliner jüdische Geschichte erzählten. Zum ersten Mal in einer ständigen Präsentation, war auch ein Werk eines privaten Leihgebers darunter: Ein Selbstbildnis von Max Liebermann. Der Künstler, Berlins Ehrenbürger und Präsident der Akademie der Künste, hatte das Bild 1928 gemalt, ein Jahr nach seinem 8o. Geburtstag. Es zeigt ihn sitzend von vorn, den Betrachter direkt ins Gesicht blickend. [...]  Mehr