Seit Montag, dem 11. Mai, ist die  Liebermann-Villa nach einer knapp zwei monatigen Schließung wieder für Besucher*innen geöffnet und feiert die Geschichte ihrer Museumswerdung mit der Jubiläumsausstellung „Max-Liebermann-Gesellschaft 25. Die Entstehung eines Museums“.

Die Liebermann-Villa am Wannsee präsentiert sich heute als ein Gesamtkunstwerk aus Architektur, Natur und Kunst. Das war jedoch nicht immer so. Viele Jahre der Fremdnutzung hinterließen deutliche Spuren im ehemaligen Sommerhaus des Malers Max Liebermann. Im Jahr 1995 gründete sich die Max-Liebermann-Gesellschaft Berlin e. V. mit dem Ziel, Max Liebermanns ehemaliges Künstlerrefugium als einzig verbliebenen authentischen Ort seines Lebens und Wirkens wiederherzustellen.

Obwohl bereits 1997 ein Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses erreicht wurde, die Liebermann-Villa in ein Museum umzuwandeln, sollte es noch weitere fünf Jahre dauern, bis das Haus übernommen und mit der denkmalgerechten Rekonstruktion begonnen werden konnte. Da Villa und Garten nach dem Tod Max Liebermanns aufgrund unterschiedlicher Nutzungen umgebaut und teilweise zerstört wurden, waren umfangreiche Maßnahmen notwendig, um das Ensemble wieder in den Originalzustand zu versetzen. Nach vier Jahren Bauzeit konnte die Liebermann-Villa im April 2006 als Museum eröffnet werden und ist seitdem für die Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich.

Im März 2020 feierte die Gesellschaft,  die mittlerweile aus über 2200 Mitgliedern besteht, ihr 25-jähriges Jubiläum. Die dokumentarische Ausstellung beleuchtet wichtige Meilensteine der Wiederherstellung des Anwesens, lässt Beteiligte zu Wort kommen und resümiert Veranstaltungshöhepunkte und Ausstellungserfolge der 14-jährigen Museumgeschichte. Dabei richtet sie ebenso den Blick in die Zukunft und präsentiert die Fortsetzung von Forschungsarbeit im Bereich Provenienz, Museumskooperationen aus dem In- und Ausland und Sammlungsaufbau.

Im ersten Raum wird die Rekonstruktion des Künstlerhauses präsentiert

Die Ausstellung erstreckt sich über fünf thematische Räume. Vierzehn an die Wand gelehnte großformatige Tafeln, die den provisorischen Charakter einer Baustelle andeuten möchten, geben einen chronologischen Überblick über die Geschichte der Liebermann-Villa. Nach einer historischen Einführung wird der Wiederaufbau der Villa und des Gartens nacherzählt. Anschließend werden die Museumsarbeit unter der Leitung des Gründungsdirektors, Dr. Martin Faass und mit der Unterstützung des wissenschaftlichen Beirats sowie die Sammlung der Max-Liebermann-Gesellschaft vorgestellt.

Im letzten Raum der Ausstellung werden ausgewählte Werke aus der Sammlung der
Max-Liebermann-Gesellschaft ausgestellt

Wir freuen auf Ihr Kommen und wünschen Ihnen anregende Entdeckungen rund um die Liebermann-Villa und Ihren Trägerverein!


Autorin: Alice Cazzola, wiss. Volontärin

Die Ausstellung „Max-Liebermann-Gesellschaft 25. Die Entstehung eines Museums“ ist noch bis zum 21. September 2020 in der Liebermann-Villa zu sehen.

Öffnungszeiten: Täglich außer dienstags 10 – 18 Uhr. An Feiertagen geöffnet.