Im Zier-und Nutzgarten leuchten dunkelrote und rot-gelbe Blüten zwischen weißer Sumpfschafgarbe, gelbem Sonnenhut, roten Dahlien und blauen Salvien: Es ist die Kokardenblume, Gaillardia mit botanischem Namen. Sie gehört zu den sogenannten Präriestauden und hat amerikanische Vorfahren.

Kokardenblumen
Wir verwenden für unsere Beete im Liebermann-Garten Hybriden der Sorten „Bremen“ (rot-gelb) und „Burgunder“ (dunkelrot). Ich persönlich mag die Kokardenblume besonders gerne, da sie wirklich die Fleißigste unter den Sommerblühern ist. Ihre Blütezeit dauert von Anfang Juni bis zum Frost. Außerdem ist sie auch sehr schön für den Vasenschnitt geeignet und darf im bunten Blumenstrauß nicht fehlen.

Der mehrjährige Korbblütler ist relativ anspruchslos und pflegeleicht. Die Kokardenblume liebt einen sonnigen Standort und durchlässigen sandigen Gartenboden. Sonst hat sie keine großen Ansprüche. Ist sie erst einmal eingewachsen kann sie auch bedingt Trockenheit ertragen. Staunässe mag sie aber nicht. Die Stängel der Kokardenblume sind nicht sehr standfest und wer es nicht mag, dass sie sich ungestüm durchs Beet windet muss sie anbinden.
Wichtig ist bei der Pflege nur, Verblühtes regelmäßig auszuputzen, damit die Pflanze keine Samen bildet und sich so schon verausgabt. Damit sie weiterhin reichlich blüht, werden die verblühten Blüten mit dem ganzen Stiel abgeschnitten um die Samenbildung zu verhindern.

Kokardenblume
Wenn man im Herbst die Blütenstiele stehen lässt, versamt sich die Kokarde meistens von allein, wenn ihr der Standort zusagt. Sie kommt am besten durch den Winter, wenn man sie erst im zeitigen Frühjahr komplett zurückschneidet, denn Stängel und Blätter wirken wie ein natürlicher Winterschutz.
Die Kokardenblume ist nicht nur eine meiner Lieblingsblumen, auch unsere Bienen fühlen sich von ihr magisch angezogen. Sie wird übrigens auch „Malerblume“ genannt und ist damit ja bei uns gerade richtig.


Autorin: Kirsten Plathof

Kirsten Plathof ist Gärtnermeisterin der Liebermann-Villa