Der letzte Winter war nicht so lang, aber für die ehrenamtlichen Gärtnerinnen und Gärtner der Liebermann-Villa doch eine harte Zeit ohne ihren geliebten Garten.
So freuten sich alle auf den Saisonstart am letzten Dienstag und arbeiteten sich eifrig durch den noch winterlichen Garten. Es wurde Laub beseitigt, Stauden zurückgeschnitten und die Rosen für das Frühjahr vorbereitet.

Ehrenamtliche Gärtnerinnen und Gärtner beim Frühjahrsputz im Rosengarten
Ehrenamtliche Gärtnerinnen und Gärtner beim Frühjahrsputz im Rosengarten

Wie mag wohl Max Liebermann durch seinen Garten gegangen sein? Vielleicht mit kritischen Augen: „Ich brauch mehr blau, das Rot der Dahlien stimmt noch nicht, die Rosenblüte muss noch üppiger werden“? Sicher ist eins: Zufrieden war er in den 25 Gartenjahren am Wannsee bestimmt nie. Denn frei nach dem Motto von Karl Foerster hat jemand seinen Garten nicht verdient wenn er schon mit ihm zufrieden ist.

Frühblüher im Liebermann-Garten
Frühblüher im Liebermann-Garten

An der ästhetischen Vervollkommnung des historischen Gartens arbeitet heute die Gartenplanungsrunde unter der Leitung des Museumsleiters, Dr. Martin Faass, und des künstlerischen Leiters des Gartens, Wolfgang Immenhausen, aus dem Vorstand der Max-Liebermann-Gesellschaft.
Das Gartenteam stellt sich allen Anforderungen jedes Jahr aufs Neue und auch die Begeisterung für die Gartenarbeit ist immer wieder frisch. Die erste Etappe will bis Ostern geschafft sein. Dann ist der Frühjahrsputz gemacht und im Zier- und Nutzgarten blühen Hornveilchen, Bellis und Goldlack in reicher Pracht.


Autorin: Kirsten Plathof

Kirsten Plathof ist Gärtnermeisterin der Liebermann-Villa