Martha Liebermann – Ausstellung über Fundstellen in Archiven

Das Haus der Wannsee-Konferenz zeigt neben der Joseph Wulf Mediothek im 1. OG seit dem 10. Dezember 2014 eine kleine Ausstellung „Fundstellen – Spuren von NS-Verfolgten in Berliner Archiven“.

Die Kuratoren Dr. Christoph Kreutzmüller und Monika Sommerer richten sich damit an alle, die selbst zu Schicksalen von NS-Verfolgten forschen möchten. Die Ausstellung versteht sich als Anleitung zur biographischen Spurensuche. Da heute viele gesetzliche Sperrfristen für Archivbestände abgelaufen sind, ist es in vielen Fällen möglich geworden, über die Aktenbestände nähere Informationen zum Schicksal einzelner NS-Verfolgter zu erhalten. [...]  Mehr

Mondnacht Neukastel

Titelmotiv unserer aktuellen Ausstellung „Im Banne der Verwüstung – Max Liebermann, Max Slevogt und der Erste Weltkrieg“ ist das Slevogt-Gemälde „Mondnacht Neukastel – Blick auf die Madenburg bei Mondschein“ von 1917. Das Bild entstand in Neukastel in der Pfalz, wo Slevogt mit seiner ganzen Familie auf einem eigenen Anwesen die Sommer verbrachte. Der Slevogt-Hof liegt ganz in der Nähe der Madenburg, einer der größten Burgruinen der Region. Wir nehmen dies zum Anlass, Ihnen das Gemälde ein wenig näher vorzustellen.

Orlik war 8 Tage hier u. wir haben furchtbar gearbeitet – sogar nachts – nemlich Mondscheinstudien u. bilder.“ schrieb Slevogt an den Berliner Kunsthistoriker und Schriftsteller Johannes Guthmann auf die Rückseite der Todesanzeige seiner Schwiegermutter Johanna Finkler. Mit seinem Berliner Malerfreund Emil Orlik war er von Neukastell losgezogen und hatte „mit einem Taschenlämpchen die Farben der Palette anleuchtend, Mondschein und Nachtbilder gemalt, um zu versuchen, ob man nicht über das poetische Ungefähr einer nächtlichen Stimmung bei Schwind und Spitzweg hinaus zu einer erdverwandteren und tieferen malerischen Schönheit vordringen könne.“ (Guthmann, 1955). [...]  Mehr

Eindrücke aus Südkorea

Dr. Julia Klarmann begleitet für die Liebermann-Villa Kunstwerke zur Ausstellung “The Era of Passion” in Südkorea.

Hier in Seoul hat mich die koreanische Kollegin Sujung am Flughafen abgeholt. Wir kommunizieren auf Französisch, da sie vier Jahre an der Ecole des Beaux-Arts in Strasbourg studiert hat. Auf sehr breiten und gepflegten Straßen sind wir im riesigen Flughafengelände von Seoul zum Cargo-Bereich gefahren (alles sehr amerikanisch), um dort zu erfahren, dass sich alles etwas verzögert. Wir waren dann also erstmal Mittagessen und mein Ausflug letzte Woche zum Kreuzberger Restaurant KimchiPrincess hat sich bezahlt gemacht – die Koreaner waren begeistert, dass ich Kimchi kannte und auch mit dem Nationalgericht Bibimbap etwas anfangen konnte – wobei die Fischsuppe mit außergewöhnlich großen blassen Muscheln doch, naja, gewöhnungsbedürftig war, aber das gehört dazu! Alle sind sehr reizend zu mir, sehr aufmerksam, freundlich und fürsorglich. [...]  Mehr