Gerty Simon zwischen Berlin und London. Eine deutsche-jüdische Fotografin im Exil

Über 350 großformatige Silbergelatineabzüge, Material zu Ausstellungen, Einladungen und Presseberichte – das Archiv der in Vergessenheit geratenen deutsch-jüdischen Fotografin Gerty Simon ist ein beachtliches Konvolut der Wiener Holocaust Library. Es zeugt von ihrem Karriereanfang, ihren vielen Erfolgen im Berlin der 1920er Jahre bis hin zur nationalsozialistischen Machtergreifung und Gerty Simons Emigration nach England.

Nach der erfolgreichen Präsentation der Londoner Wiener Holocaust Library 2019 widmet die Liebermann-Villa am Wannsee der beeindruckenden Fotografin im Frühjahr 2021 ihre erste Ausstellung nach 90 Jahren im deutschsprachigen Raum. Wie sich Karriere und Leben von Gerty Simon entfalteten, stellt unsere wissenschaftliche Volontärin, Viktoria Bernadette Krieger, bereits jetzt im Rahmen der Blogparade „Frauen und Erinnerungskultur“ | #femaleheritage der Münchner Stadtbibliothek Monacensia im Hildebrandhaus vor. [...]  Mehr

Von der Dauerleihgabe zur Schenkung – Ein Selbstbildnis von Max Liebermann

Im zweiten Teil unserer Gastblogging-Reihe „Wir Feiern Liebermann!“ stellt Ihnen Anna Fischer, seit 2003 Mitarbeiterin am Centrum Judaicum, eine ganz besondere Dauerleihgabe vor, die 2020 zur Schenkung wurde: Max Liebermanns „Selbstporträt“ von 1928. Mit einer bewegenden Geschichte wirft das späte Gemälde des bahnbrechenden Künstlers noch heute zahlreiche Fragen auf.

Am 7. Mai 1995 öffnete die Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum ihre Türen und damit auch ihre erste Dauerausstellung „Tuet auf die Pforten“. An dieser Ausstellung in den wiederhergestellten und restaurierten Räumen unter der goldenen Kuppel der Neuen Synagoge, die unter der Leitung von Jochen Boberg, Museumspädagogischer Dienst, und Hermann Simon, dem Gründungsdirektor des Centrum Judaicum entstand, waren viele beteiligt. Auf mehr als 500qm wurden Fundstücke und Objekte ausgestellt, die Berliner jüdische Geschichte erzählten. Zum ersten Mal in einer ständigen Präsentation, war auch ein Werk eines privaten Leihgebers darunter: Ein Selbstbildnis von Max Liebermann. Der Künstler, Berlins Ehrenbürger und Präsident der Akademie der Künste, hatte das Bild 1928 gemalt, ein Jahr nach seinem 8o. Geburtstag. Es zeigt ihn sitzend von vorn, den Betrachter direkt ins Gesicht blickend. [...]  Mehr

Wir feiern Liebermann! Das erste Bild Max Liebermanns in einem deutschen Museum

Heute beginnt unsere neue Gastblogging-Reihe. Im Rahmen unserer Sonderausstellung „Wir Feiern Liebermann! Leihgaben aus deutschen Sammlungen zu 25 Jahren Max-Liebermann-Gesellschaft“ veröffentlichen wir einmal im Monat, ein Jahr lang ab Oktober 2020 einen Gastbeitrag auf dem Blog der Liebermann-Villa. Im Fokus stehen Liebermann-Werke aus deutschen Museumssammlungen.  Kurator*innen, wiss. Mitarbeiter*innen und Volontär*innen sind eingeladen, Einblicke über die Provenienz-, Sammlungs- und Ausstellungsgeschichte eines ihrer Schlüsselwerke zu geben. In diesem Beitrag schreibt die Kunsthistorikerin Nuria Jetter über Flachsscheuer in Laren (1887) das erste Bild Liebermanns in einem deutschen Museum.

Dass diese Kooperationen möglich waren und die Idee so viel Anklang fand, freut uns sehr. Seien Sie gespannt auf interessante Forschungsansätze! [...]  Mehr